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Strinz-Margarethä Chronik

Chronik nach Jahren

1918 (Kriegsende) bis 1933

13 überlieferte Jahre, 304 Einträge

1920

Obrigkeiten

Pfarrer: Ernst Schilp

Bürgermeister: Adolf Kadesch

Lehrer: Julius Emil Schlicht

Statistik

Touristenwagen und Motorräder: 0

Quelle: Meldung an die Besatzungstruppen / Archiv der Gemeinde Hohenstein

Zur Requisition geeignete Fahrräder: 21 (davon 4 ohne Bereifung)

Quelle: Meldung an die Besatzungstruppen / Archiv der Gemeinde Hohenstein

Ereignisse

  • Auf Veranlassung von Karl Weber wird der TV 1904 wieder aktiviert. Der Verein zählt 50 Mitglieder.
Quelle: Vereinschronik des TV 1904
  • Der Bürgermeister der Gemeinde wird von der alliierten Kommission daran erinnert, dass er oder sein Stellvertreter der anstehenden Pferdemusterung persönlich beizuwohnen habe. Er muss in der Lage sein, der Kommission, am Tage der Musterung ausreichend Auskünfte über die Pferde gegen zu können.
Quelle: Archiv der Gemeinde Hohenstein
  • Am 12. März wird die Gemeinde aufgefordert 10 Raummeter Holz für die französischen Besatzungstruppen in das Holzlager in Langenschwalbach anzufahren.
Quelle: Archiv der Gemeinde Hohenstein
  • Die Gemeinde erhält 133,52 Mark für die Unterbringung von französischen Soldaten im Dezember 1918.
Quelle: Archiv der Gemeinde Hohenstein
  • Die Gemeinde muss eine Liste aller zur Requisition geeigneten Fahrräder erstellen. Es werden 21 Fahrräder aufgeführt. Es musste angegeben werden, wer der Besitzer ist, dessen Beruf und Wohnung, sowie die Tatsache, ob diese Räder mit Voll(gummi) - oder Luftreifen ausgerüstet sind. Außerdem Baujahr und Fabrikmarke.

Als Fabrikmarken wurden aufgeführt: Brennabor / Seidel Naumann / Neckarsulm (NSU) / Aria / Deutschland / Opel / Torpedo / Suberier / Salburg / Naumann & Germania)
(Quelle: Meldung an die Besatzungstruppen / Archiv der Gemeinde Hohenstein)
(Siehe auch unter: Fahrräderverzeichnis)

1921

Obrigkeiten

Pfarrer: Ernst Schilp / Organist: Georg Petri

Bürgermeister: Adolf Kadesch

Lehrer: Julius Emil Schlicht; Georg Petri

Statistik

Pferdebestand: 1 Hengst / 31 Wallache / 11 Stuten

Quelle: Meldung an die Besatzungstruppen / Archiv der Gemeinde Hohenstein

Ereignisse

  • Als erster Vorsitzender des TV 1904 wird August Gräter gewählt unter dessen Leitung der Verein größere Aktivitäten entwickelt.
Quelle: Vereinschronik des TV 1904
  • Als Vergütung für die Holzlieferung an die französischen Besatzungstruppen in 1919 erhält die Gemeinde 300,- Mark Entschädigung.
Quelle: Archiv der Gemeinde Hohenstein
  • Die Gemeinde erhält 4.792,69 Mark als Entschädigung für die Belegung mit fremden Besatzungstruppen vom 4.12.1918 bis 5.9.1919.
Quelle: Archiv der Gemeinde Hohenstein
  • Philipp Fuhr erhält für seine Holz- und Strohlieferungen an die französischen Besatzer, sowie seinen geleisteten Arbeitsdienst in 1919 eine Entschädigung von 494,20 Mark.
Quelle: Archiv der Gemeinde Hohenstein
  • StM erhält elektrischen Strom.
Quelle: Strinzer Chronik
  • Weihe der neuen Glocke am 15. Mai, 1. Pfingstfeiertag. (Quelle: Programm zur Glockenweihe / Archiv der Gemeinde Hohenstein) (Siehe auch unter: Glockenspiel 1)
  • Durch das Gesetz zur Altersgrenze wird der Lehrer Schlicht, der mit strenger Zucht einen erfolgreichen Unterricht gewährleistete, unerwartet in den Ruhestand versetzt. Er zieht nach Breslau, wo er 1922 verstirbt.
Quelle: Alte Strinzer Chronik, Teil 1, Seite 116
  • Neuer Lehrer in StM wird Georg Petri, geb. 1898 zu Arnoldshain. Er ist nur Vertretungsweise in StM.
Quelle: Strinzer Chronik, Teil 1, Seite 116
  • Ende der Grundstückszusammenlegungen in StM die 1913 begonnen wurden.
Quelle: Alte Strinzer Chronik, Teil 1, Seite 123
Bildtafel aus der Chronik von Strinz-Margarethä

1922

Obrigkeiten

Pfarrer: Ernst Schilp / Organist: Georg Petri

Bürgermeister: Adolf Kadesch

Lehrer: Georg Petri; Adolf Großmann

Statistik

Pferdebestand: 33 Wallache / 9 Stuten

Viehbestand: Kühe 169 / Schafe 138

Quelle: Meldung an die Besatzungstruppen / Archiv der Gemeinde Hohenstein

Ereignisse

  • Rudolf Heinzemann und August Schneider erhalten für die im Auftrag der Besatzungstruppen am 20.02.1919 durchgeführten Wagenfahrten eine Entschädigung von 35 Mark.
Quelle: Archiv der Gemeinde Hohenstein
  • Als Vergütung für Holzlieferung an die französischen Besatzungstruppen erhält die Gemeinde 1.200,- Mark.
Quelle: Archiv der Gemeinde Hohenstein
  • Die Gemeinden werden aufgefordert, bei den Aufschriften auf Ortstafeln und Wegweisern möglichst wenig fremde Sprachen zu verwenden. Bei Neuaufstellung von Ortsschildern oder Ersatz von alten, schadhaften ist die deutsche Sprache anzuwenden, falls nicht eine ganz besondere militärische Anforderung vorliegen sollte.
Quelle: Archiv der Gemeinde Hohenstein
  • August Gräter übernimmt die Vereinsführung des TV 1904.
Quelle: Festschrift zur Sportplatzeinweihung 1990
  • Pfarrer Schilp meldet dem Nassauischen Verein für Naturkunde das Vorkommen einer Schleiereule (Strix flammea L.) in Strinz-Margarethä .
Quelle: Jahrbücher des nassauischen Vereins für Naturkunde, J. F. Bergmann 1922
TV 1904 Strinz-Margarethä
TV 1904 Strinz-Margarethä
Bildtafel aus der Chronik von Strinz-Margarethä
Strinzer Schüler 1922
Strinzer Schüler 1922

1923

Obrigkeiten

Pfarrer: Ernst Schilp

Bürgermeister: Adolf Kadesch

Lehrer: Adolf Großmann

Statistik

Pferdebestand: 31 Wallache / 12 Stuten

Quelle: Meldung an die Besatzungstruppen / Archiv der Gemeinde Hohenstein

Ereignisse die zeitlich nicht genau zugeordnet werden können

  • Lehrer Georg Petri tauscht seine Stelle mit dem Lehrer Alfred Großmann in Laubuseschbach.
Quelle: Alte Strinzer Chronik, Teil 1, Seite 117
  • Erst im Jahre 1923, nach der Währungsreform, erhält der MGV "Eintracht" Unterstützung und Hilfe in Form eines Kredites, der dringend benötigt wird.
Quelle: Festschrift 100 Jahre MGV Eintracht 1891 / 1991
  • Durch den Verkauf eine Kuh wird der Landmann Heinrich Hankammer - aufgrund der Inflation - zum ersten Millionär in StM. (Quelle: Kirchenchronik / Pfarrer Schilp) (Siehe auch unter Erster Millionär)
  • Neuregelung der Organistenbesoldung. Der Organist erhält ab sofort 1 Klafter Holz und spielt dafür alle 14 Tage.
Quelle: Alte Strinzer Chronik/Band 2 Seite 29

Ereignisse in chronologischer Reihenfolge

20. Januar 1923

  • Das Ruhrgebiet besetzt! Die Franzosen haben gestern die Reichsbank in Wiesbaden besetzt aber alles leer vorgefunden.
Quelle: Alte Strinzer Chronik / Kirchenchronik

22. Januar 1923

  • Mittags eilig anberaumte Holzversteigerung in StM, weil die Franzosen in anderen Orten das Holz beschlagnahmt haben (Tags zuvor in Niederlibbach).
Quelle: Alte Strinzer Chronik / Kirchenchronik

29. Januar 1923

  • Landrat von Trothe ist bereits ausgewiesen.
Quelle: Alte Strinzer Chronik / Kirchenchronik

31. Januar 1923

  • Es kommt gar kein Briefbote. Es heißt die Eisenbahn ginge nicht. Die Wiesbadener Zeitung wird drei Tage lang verboten.
Quelle: Alte Strinzer Chronik / Kirchenchronik

23. Februar 1923

  • Gegen Abend gehe ich nach Wiesbaden und Erbenheim, alles zu Fuß, da die Eisenbahn wegen Streik gegen die Franzosen nicht fährt.
Quelle: Alte Strinzer Chronik / Kirchenchronik

1924

Obrigkeiten

Pfarrer: Ernst Schilp

Bürgermeister: Adolf Kadesch; Adolf Weber

Lehrer: Adolf Großmann

Statistik

Pferdebestand: 42 Wallache / 15 Stuten

Kraftwagenbestand: 0

Quelle: Meldung an die Besatzungstruppen / Archiv der Gemeinde Hohenstein

Ereignisse

  • Waffenbesitzer werden aufgefordert Ihre Waffenscheine zu erneuern. Bei Nichtbeachtung drohen Strafen. Daraufhin werden die Doppelflinten von Adolf Christmann und Karl Bender seitens der Gemeinde beim Landratsamt des Untertaunuskreises in Langenschwalbach abgegeben.
Quelle: Archiv der Gemeinde Hohenstein
  • Neuwahl der Gemeindevertretung und des Bürgermeisters. Das bisherige Gemeindevertretungsmitglied Adolf Weber wird mit einer Stimme Mehrheit gewählt und die alte Jugendfreundschaft von Weber und Kadesch geht mit dieser Wahl in die Brüche.
Quelle: Alte Strinzer Chronik, Teil 1, Seite 124

Wahlen

Reichstagswahl 1. Wahlgang

DVP = 100 Stimmen / SPD = 32 Stimmen / DNVP = 22 Stimmen / KPD = 7 Stimmen / DDP = 2 Stimmen / USPD = 2 Stimmen / WP = 1 Stimme / VöSozB = 1 Stimme

Quelle: Die Hessen als Reichstagswähler / 1990

Reichstagswahl 2. Wahlgang

DVP = 101 Stimmen / SPD = 32 Stimmen / DNVP = 12 Stimmen / DDP = 8 Stimmen / KPD = 3 Stimmen

Quelle: Die Hessen als Reichstagswähler / 1990

1925

Obrigkeiten

Pfarrer: Ernst Schilp

Bürgermeister: Adolf Weber

Lehrer: Adolf Großmann

Statistik

Einwohner: 383

Kutschenbestand: 24 zweirädrige Einspänner, 34 vierrädrige Einspänner, 28 vierrädrige Zweispänner
Pferdebestand: 42 Wallache / 15 Stuten

Quelle: Meldung an die Besatzungstruppen / Archiv der Gemeinde Hohenstein

Ereignisse

  • Im Jahre 1925 wird eine Kraftpostlinie von Idstein-Hühnerkirche-Hennethal-StM-Breithardt-Bad Schwalbach eingerichtet, die der Personenbeförderung dient. Wegen mangelnder Rentabilität ging die Linie aber wieder ein.
Quelle: Statistische Erhebung zur Standorterforschung von Strinz-Margarethä / 1935 / Archiv der Gemeinde Hohenstein
  • In der Generalversammlung des MGV "Eintracht" legt der langjährige Vorsitzende Wilhelm Klein in Folge seines hohen Alters sein Amt nieder. Bei der anstehenden Neuwahl wird der Landwirt Emil Kadesch zum 1. Vorsitzende gewählt. Klein wird Ehrenvorsitzender.
Quelle: Festschrift 100 Jahre MGV Eintracht 1891 / 1991
  • Im Haus der Familie Christmann wird eine Nebenzweigstelle der Nassauischen Sparkasse eingerichtet, die von der Familie Christmann geführt wird.
Quelle: Hohensteiner Blättche
Kerbegesellschaft 1925
Kerbegesellschaft 1925

Wahlen

Wahl des Reichspräsidenten (1. Wahlgang)

Jarres = 71 Stimmen / Braun = 13 Stimmen / Hellpach = 3 Stimmen / Held = 1 Stimme

Quelle: Die Hessen als Reichstagswähler / 1990

Wahl des Reichspräsidenten (2. Wahlgang)

Hindenburg = 103 Stimmen / Mars = 25 Stimmen

Quelle: Die Hessen als Reichstagswähler / 1990

1926

Obrigkeiten

Pfarrer: Ernst Schilp

Bürgermeister: Adolf Weber

Lehrer: Adolf Großmann

Statistik

Schülerzahl: 60

Quelle: Alte Strinzer Chronik, Teil 1, Seite 117

Allgemeine Ereignisse

  • Der Regierungspräsident in Wiesbaden teilt mit, dass von Juni bis Oktober Teile der Britischen Rheinarmee Marschübungen und Manöver in dem Distrikt um Wiesbaden ausführen werden. Durch die Truppenbewegung werden unweigerlich Schäden entstehen. Die Gemeinden werden aufgefordert, Forderungen innerhalb von 48 Stunden zu melden.
Quelle: Archiv der Gemeinde Hohenstein
  • Die ländliche Fortbildung wird vom Kreis übernommen.
Quelle: Strinzer Chronik

Ereignisse

  • In StM bestand bisher eine Halbtagsschule, die Schüler wurden in zwei Etappen unterrichtet. Nun ist die Zahl der Schüler soweit zurückgegangen (60), dass eine einklassige Schule eingerichtet werden kann. Der Lehrer wagt es bisher nicht, diese Umänderung zu treffen, weil die Bevölkerung am alten Brauch festhält, die großen Kinder nachmittags zu landwirtschaftlichen Arbeiten heranzuziehen. Gesteuert vom Schulrat Winter wurde über die Regierung eine Bestimmung getroffen, dass nach den Pfingstferien trotzdem eine einklassige Schule eingerichtet wird. Und zwar soll während des Sommerhalbjahres eine ungeteilte Unterrichtszeit eingeführt werden, weil dann ja auch die Kinder nachmittags ihren Eltern bei der Feldarbeit helfen können.
Quelle: Hess. Staatarchiv, Wiesbaden / Strinzer Chronik, Teil 1, Seite 117
  • Lehrer Großmann wird zum Vorsitzenden des Schulvorstandes gewählt. Pfarrer Schilp hatte zuvor dieses Amt freiwillig niedergelegt.
Quelle: Schulchronik / Alte Strinzer Chronik, Band 2, Seite 29

Wahlen

Ergebnis des Volksentscheids über den Entwurf eines Gesetzes über die Enteignung des Fürstenvermögens

Ja = 11 Stimmen / Nein = 1 Stimme

Quelle: Die Hessen als Reichstagswähler / 1990
Turnverein TV 1904
Turnverein TV 1904

1927

Obrigkeiten

Pfarrer: Ernst Schilp

Bürgermeister: Adolf Weber

Lehrer: Adolf Großmann

Ereignisse

  • Der Schulverband StM hat sich zur Beschäftigung der Frau Hankammer aus StM als Nadelarbeitslehrerin entschlossen. Sie erhält eine Entschädigung von 40,- RM je Jahresstunde.
Quelle: Hess. Staatsarchiv, Wiesbaden
  • In StM findet ein Gau-Turnfest statt
Quelle: Fotodokument
  • Die Wahl eines Elternbeirates, die durch Verfügung der Regierung vom 22. Juni vollzogen werden sollte, wurde, wie auch bei der letzten Wahl, abgelehnt.
Quelle: Schulchronik / Strinzer Chronik, Band 2, Seite 29

Fuhrwerk Faust

Bildtafel aus der Chronik von Strinz-Margarethä
Turnfest
Turnfest

1928

Obrigkeiten

Pfarrer: Ernst Schilp

Bürgermeister: Adolf Weber

Lehrer: Adolf Großmann; Fritz Schmidt

Ereignisse

  • Der Waldsportplatz wird in Gemeinschaftsarbeit der Mitglieder des TV 1904 ausgebaut.
Quelle: Vereinschronik des TV 1904
  • Der TV 1904 schafft sich einen Tanzboden und vereinseigene Biergläser an.
Quelle: Vereinschronik des TV 1904
  • Der Lehrer Großmann wird nach Wehen versetzt.
Quelle: Schulchronik / Alte Strinzer Chronik, Band 2, Seite 30
  • Neuer Lehrer in StM wird Fritz Schmidt. Lehrer Schmidt fällt besonders durch ein starkes Räuspern im Unterricht auf. Dieses rührt noch vom 1. Weltkrieg her, in dem er einem Gasangriff zum Opfer fiel.
Quelle: Alte Strinzer Chronik, Band 2, Seite 30 / mdl. Überlieferung
  • Am Morgen des 16. September durchqueren Teile des englischen 2. Worcetershire Regimentes bei einem Manöver Strinz-Margarethä. Zuvor wurde das Regiment von den Royal Welch und Royal Berkshires angegriffen. Es gelingt dem Regiment den Feind bei Kämpfen zwischen Strinz und Niederlibbach zurückzudrängen. Gegen Mittag dann erreichen die siegreichen Truppen Oberlibbach.
Quelle: www.worcestershireregiment.com

Reichstagswahl

CNBL = 105 Stimmen / SPD = 15 Stimmen / DVP = 6 Stimmen / KPD = 5 Stimmen / DDP = 3 Stimmen / DBP = 2 Stimmen / DNVP = 1 Stimme / VöNatB = 1 Stimme

Quelle: Die Hessen als Reichstagswähler / 1990
Ansichtskarte 1928
Ansichtskarte 1928

1929

Obrigkeiten

Pfarrer: Ernst Schilp

Bürgermeister: Adolf Weber

Lehrer: Fritz Schmidt; Hilfslehrer Karl Renker; Hilfslehrer W. Janssen

Statistik

  • Einwohner: 384
  • Anzahl der Schüler: 57
  • Eisenbahnstation: Hahn-Wehen (8 km)
  • Bestellpostanstalt, Fernsprechamt und Amtsgericht: Wehen
  • Inhaber der öffentlichen Fernsprecheinrichtung: Adolf Crezelius Witwe

Standesamt Strinz-Margarethä: hierzu gehören Hambach, Niederlibbach, Oberlibbach und StM

Gesangsverein StM: Vorsitz Emil Kadesch

Kriegerverein StM: Vorsitz August Christmann

Turnverein StM: Vorsitz August Gräter

Quelle: Adressbuch für den Untertaunus, 1929
  • Gewerbetreibende
  • Bodenheimer, Hermann - Bäckerei und Kolonialwarenhandlung
  • Christmann, Adolf - Schmiede
  • Christmann, Wilhelm - Schneider
  • Christmann, Wilhelm - Verwaltung Nass. Sparkasse, Sammelstelle
  • Deuser, Reinhard - Kolonialwarenhandlung
  • Fuhr, August - Wagnerei
  • Gräter, August - Baugeschäft
  • Hankammer, Adolf - Baugeschäft
  • Hankammer, August - Schuhmacher
  • Hankammer, Wilhelm - Schneider
  • Hartwig, Karl - Schuhmacher
  • Heiler, Wilhelm - Schuhmacher
  • Klein, Adolf - Gastwirtschaft
  • Klein, August - Schmiede
  • Poths, Karl - Wagnerei
  • Poths, Minna - Hebamme
  • Rücker, Hermann - Schmiede
  • Schild, August - Mühle
  • Schneider, August - Gastwirtschaft
  • Schneider, Hermann - Tüncherei
  • Wahl, August, -Kolonialwarenhandlung
  • Weber, Karl - Gastwirtschaft

Ziß, Karl - Fleischbeschauer

Quelle: Adressbuch für den Untertaunus, 1929

Ereignisse

  • Für StM wird seitens des Schulamtes eine zusätzliche Lehrerstelle beantragt. Da aber voraussichtlich erst im Jahre 1933 mit einer Schülerzahl von 60 Schülern zu rechnen ist, ist die Gemeinde zur Einrichtung einer Mehrstelle nicht bereit, da nach der geltenden Gesetzgebung diese Stelle jahrelang eine Mehrstelle sei.
Quelle: Hess. Staatsarchiv / Wiesbaden
  • Im April wird dem Schulamtsbewerber Herrn Karl Renker aus Roth die Versehung einer Hilfslehrerstelle an der öffentlichen Volksschule StM übertragen. Als monatliches Gehalt erhält er 165 RM. Schon im Juni wird dem Schulamtsbewerber Wilhelm Jannssen aus Frankfurt am Main diese Stelle übertragen, der den Lehrer Fritz Schmidt als eine "gütigen, stillen und fleißigen Menschen" bezeichnete.
Quelle: Hess. Staatsarchiv, Wiesbaden / Strinzer Chronik, Band 2, Seite 30 + Band 1, Seite 117
  • Einrichtung eines zweiten Lehrsaals durch Teilung des gegenwärtigen Lehrsaals im Schulgehöft.
Quelle: Hess. Staatsarchiv, Wiesbaden / Schulchronik/Strinzer Chronik, Band 2, Seite 30
  • Die Gemeinde ist wegen Wassermangels gezwungen, ihre Wasserleitungen weiter auszubauen. Sie nimmt hierfür einen Kredit von 13.000 RM auf. Zusätzlich beantragt sie bei der Nassauischen Brandversicherungsanstalt eine Bewilligung zur Unterstützung zwecks Verbesserung der Wasserleitungen.
Quelle: Hessisches Staatsarchiv, Wiesbaden
  • Die Gemeinde erhält seitens des Landrats die Aufforderung 4.000 RM für die größeren notwendigen Unterhaltungsmaßnahmen am Aubach, festgestellt durch den Kreiswiesenbaumeister, im Rechnungsvoranschlag für 1929 bereitzustellen. Bürgermeister Weber entgegnet, dass die Gemeinde durch die ausgeführten Arbeiten zur Erweiterung und Reparatur der Wasserleitung und außerdem durch den Mindererlös bei den Holzverkäufen nicht in der Lage sei, die Summe in den Etat einzusetzen.
Quelle: Hessisches Staatsarchiv, Wiesbaden
  • Einstellung des Arbeiters Adolf Fuhr als Wege- und Wiesenwärter.
Quelle: Hessisches Staatsarchiv, Wiesbaden
  • Der TV 1904 Strinz-Margarethä feiert sein 25jähriges Stiftungsfest und die neu erworbene Vereinsfahne wird feierlich eingeweiht. Sämtliche Gründungsmitglieder werden zu Ehrenmitgliedern ernannt.
Quelle: Vereinschronik des TV 1904
  • 1929 geht als der kälteste Winter seit 100 Jahren in die Annalen ein. Es werden Temperaturen bis 30° Grad unter null gemessen.
Quelle: Beiträge zur Geschichte Hohenstein-Breithardt, - Steckenroth und -Burg-Hohenstein / Pfarrer Weinberger /1992
  • Der Dirigent des MGV "Eintracht" Ludwig Petri, der den Verein lange Jahre betreut hat wird zum Ehrendirigenten ernannt. Neuer Dirigent wird Ludwig Gerhardt aus Steckenroth.
Quelle: Festschrift 100 Jahre MGV Eintracht 1891 / 1991

Wahlen

Volksentscheid über den Entwurf eines Gesetzes gegen die Versklavung des deutschen Volkes

Ja = 37 Stimmen / Nein = 2 Stimmen

Quelle: Die Hessen als Reichstagswähler / 1990
Ansichtskarte von 1929
Ansichtskarte von 1929

Impressionen vom 25jährigen Stiftungsfest

Bildtafel aus der Chronik von Strinz-Margarethä
Bildtafel aus der Chronik von Strinz-Margarethä
Bildtafel aus der Chronik von Strinz-Margarethä
Bildtafel aus der Chronik von Strinz-Margarethä
Bildtafel aus der Chronik von Strinz-Margarethä
Bildtafel aus der Chronik von Strinz-Margarethä
Bildtafel aus der Chronik von Strinz-Margarethä

1930

Obrigkeiten

Pfarrer: Ernst Schilp

Bürgermeister: Adolf Weber

Lehrer: Fritz Schmidt; Hilfslehrer W. Janssen

Statistik

Anzahl der Schüler: 59

Ereignisse

  • Wiederwahl von Adolf Weber zum Bürgermeister von StM. Zum Stellvertreter wird Wilhelm Guckes gewählt.
  • Der TV 1904 führt einen Monatsbeitrag von 30 Pfennig ein. Der Verein wird gerichtlich eingetragen und die Vereinsfahne versichert.
Quelle: Vereinschronik des TV 1904
  • Der MGV "Eintracht" beschließt im Hinblick auf das 40jährige Gründungsfest eine neue Fahne zu weihen.
Quelle: Festschrift 100 Jahre MGV Eintracht 1891 / 1991
  • Verpachtung des zur Lehrerstelle gehörenden Schulgutes für die Amtszeit von Lehrer Schmidt. Die Erlöse müssen für Schulzwecke verwendet werden.
Quelle: Hess. Staatsarchiv, Wiesbaden
  • Wegen Sparmaßnahmen wird die Hilfslehrerstelle, die von W. Janssen belegt wird gestrichen. Die Bretterwand, die den Schulraum in zwei Klassen teilt wird herausgerissen und ab sofort wieder einklassiger Unterricht gehalten.
Quelle: Alte Strinzer Chronik / Teil 1, Seite 118

Reichstagswahl

LP = 92 Stimmen / NSDAP = 21 Stimmen / SPD = 10 Stimmen / CSVD = 5 Stimmen / KPD = 4 Stimmen / DNVP = 2 Stimmen / StP = 2 Stimmen

Quelle: Die Hessen als Reichstagswähler / 1990
Jagdgesellschaft 1930
Jagdgesellschaft 1930
Bildtafel aus der Chronik von Strinz-Margarethä

1931

Obrigkeiten

Pfarrer: Ernst Schilp

Bürgermeister: Adolf Weber

Lehrer: Fritz Schmidt; Hilfslehrer W. Janssen

Statistik

Anzahl der Schüler: 60

Ereignisse

  • Die Gemeinde zahlt an Wohlfahrtserwerbslose einen Eigenanteil (30%) von 147,45 Mark und an sonstige Unterstützungsempfänger 187,05 Mark. Die restlichen 70% werden von UTK getragen.
Quelle: Finanzstatistik für 1931 / Archiv der Gemeinde Hohenstein
  • Der MGV Strinz-Margarethä feiert sein 40jähriges Bestehen.
Quelle: Festschrift 100 Jahre MGV Eintracht 1891 / 1991
  • Auf dem Waldsportplatz findet ein Schauturnen statt.
Quelle: Vereinschronik des TV 1904
  • Einstimmiger Beschluss des Gemeinderates das Leiterhaus abzulegen, um auf Abbruch zu verkaufen.
Quelle: Chronik der Freiwilligen Feuerwehr StM / 2009
  • Ausbesserung der Kurve an der Wegkreuzung Breithardt/Hennethal/Strinz, da diese zu den "besserungsbedürftigen Kurven" im UTK gehört. Der Eigentümer des Geländes neben dem Wege hat sich dem Bürgermeister gegenüber zur Abgabe des Grund und Bodens zum angemessenen Preise bereiterklärt.
Quelle: Hess. Staatsarchiv, Wiesbaden
  • Es existieren Schulpatenschaften mit einer Schule in Japan und Italien. (Quelle: Archiv der Gemeinde Hohenstein) (Siehe auch unter: Schulpatenschaft Japan/Italien)

Impressionen vom der 40-Jahr-Feier des Turnvereins:

Bildtafel aus der Chronik von Strinz-Margarethä
Bildtafel aus der Chronik von Strinz-Margarethä
Bildtafel aus der Chronik von Strinz-Margarethä
Bildtafel aus der Chronik von Strinz-Margarethä
Bildtafel aus der Chronik von Strinz-Margarethä
Bildtafel aus der Chronik von Strinz-Margarethä
Bildtafel aus der Chronik von Strinz-Margarethä
Bildtafel aus der Chronik von Strinz-Margarethä
Bildtafel aus der Chronik von Strinz-Margarethä
Bildtafel aus der Chronik von Strinz-Margarethä

1932

Obrigkeiten

Pfarrer: Ernst Schilp

Bürgermeister: Adolf Weber

Lehrer: Fritz Schmidt

Statistik

Anzahl der Schüler: 66

Ereignisse

  • Ab 1932 wird das Wasser des Lindenbrunnens mit für die Wasserversorgung genutzt. Es wird in das Pumpenhäuschen (Wasserhäuschen) geleitet, entsäuert, und dann in den Hochbehälter auf dem Kirchweg gepumpt. Der Lindenbrunnen ist 4 m tief und besteht aus 1,5 m breiten Zementrohren. Die Quellen erbringen folgende Leistungen. Wolfersborn täglich 25 cbm, Aßbach täglich 25 cbm und Lindenbrunnen 30 cbm.
Quelle: Alte Strinzer Chronik
  • Die Wahl eines Elternbeirates wird zum wiederholten Male abgelehnt.
Quelle: Schulchronik / Alte Strinzer Chronik, Band 2, Seite 30
  • Der Männergesangverein "Eintracht" nimmt mit 38 Sängern an einem Gesangswettstreit in Bad Ems teil. Präsident: Emil Kadesch, Dirigent: L. Gerhard/Steckenroth.
Quelle: Schulchronik / Alte Strinzer Chronik, Band 2, Seite 30
  • Bürgermeister Weber tritt in die Partei ein und wird NSDAP-Mitglied.
Quelle: Alte Strinzer Chronik, Teil 1, Seite 124

Wahlen

Wahl des Reichspräsidenten (1. Wahlgang)

Hitler = 159 Stimmen / Hindenburg = 30 Stimmen / Thälmann = 7 Stimmen / Duesterberg = 3 Stimmen

Ergebnis der Wahl des Reichspräsidenten in Strinz (2. Wahlgang)

Hitler = 169 Stimmen / Hindenburg = 27 Stimmen / Thälmann = 2 Stimmen

Quelle: Die Hessen als Reichstagswähler / 1990
  • Auch wenn Hitler in StM die Wahl in StM gewonnen hat, so wurde insgesamt doch Hindenburg der Wahlsieger. "Die Enttäuschung über den Sieg Hindenburgs im Wahlkampf war außerordentlich groß"

(Quelle Schulchronik / Alte Strinzer Chronik, Band 2, Seite 30)

Reichstagswahl 1

NSDAP = 192 Stimmen / SPD = 5 Stimmen / KPD = 3 Stimmen / KP = 3 Stimmen / SAP = 1 Stimme

Reichstagswahl 2

NSDAP = 154 Stimmen / SPD = 9 Stimmen / LP = 7 Stimmen / DNVP = 6 Stimmen / KPD = 4 Stimmen

Quelle: Die Hessen als Reichstagswähler / 1990
Gespannkühe
Gespannkühe