Pfarrer: Ernst Schilp
Bürgermeister: August Schmidt
Lehrer: Julius Emil Schlicht
- Gründung des TV 1904 Strinz-Margarethä
Angeregt von den Turnvereinen der Nachbarorte erwägt man in der Strinzer Jugend, auch solch einen Turnverein zu gründen. Urheber diesen Gedanken ist der 20jährige Karl Weber. Ihnen schlägt im Ort keine größere Begeisterung entgegen, gibt es doch schon 2 Gesangsvereine und einen Kriegerverein. Man bringt im Ort der turnerischen Körperertüchtigung wenig Sympathien entgegen. Trotzdem lassen sich die jungen Leute nicht beirren. Nachdem man Zusammenkünfte abgehalten und Statuen besorgt hat, ruft man die Interessenten der Turnerei am 25.05. zur Gründungsversammlung zusammen. Der vorläufige Vorstand besteht aus Adolf Müller (1. Vorsitzender), Heinrich Wahl (Turnwart) und Reinhard Deuser (Kassenwart). Da die erforderlichen Geräte und das Geld für die Anschaffung fehlen, werden Gesuche an Gemeinde und Kreisverbände gestellt, die aber erfolglos bleiben. Das Mitglied August Schneider erklärt sich daraufhin bereit, dem Verein 150 Reichsmark zinslos zu leihen. Davon wird ein Reck, ein Barren und 10 Eisenstäbe für Stabübungen gekauft. Im gleichen Jahr werden aus eigenen Mitteln der Mitglieder einheitliche Turnhemden, Turnschuhe und Hüte gekauft.
Quelle: Vereinschronik des TV 1904- Durch das plötzliche Ableben des Dirigenten wird im MGV "Eintracht" der Schneidermeister Karl Enders zum neuen Dirigenten gewählt.
Quelle: Festschrift 100 Jahr MGV Eintracht 1891 / 1991- Die Industrielehrerin Frau Marg. Schäfer tritt zurück. Als Nachfolgerin wird vom Schulvorstand Karoline Hartwig gewählt. Für ihre Arbeit wird sie mit 42 Mark entlohnt.
Quelle: Alte Strinzer Chronik, Teil 1, Seite 116- Beginn von Streitigkeiten bzgl. der Übernahme des Scheiderthalweges in ständische Unterhaltung, Gemeinden: Kettenbach, Steckenroth, Daisbach, Wingsbach, Hennethal, Hahn, Strinz-Margarethä.
Quelle: HHStAW 403 Nr. 232Bild 1 zeigt den Strinzer Reinhard Kugelstadt auf seinem Abschiedsfoto (Reservistenbild) von der 10. Companie Königin Augusta/Berlin, Garde-Grenadier-Regiment Nr. 4, bei dem er von 1902 - 1904 diente.
Kugelstadt, der zwei Weltkriege überlebt hatte, stirbt im Jahre 1953 als er und der Landwirt und Ortsdiener Karl Gruber von einem Motorradfahrer aus Görsroth angefahren und verletzt werden. Kugelstadt stirbt auf dem Weg zum Krankenhaus.
Bild 2 zeigt den Strinzer Bürger August Fuhr auf dem Reservistenbild der Versuchskompanie der Artillerie / Prüfungskommission, Schießplatz Cummersdorf-Berlin. Dieser Einheit gehörte Fuhr von 1902 bis 1904 an.
(Siehe auch unter: Reserve tut Not)