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Strinz-Margarethä Chronik

Chronik nach Jahren

1700–1799

93 überlieferte Jahre, 461 Einträge

1700

Statistik

Einwohnerzahl: 90 - 100

Quelle: Nassauische Analen

1701 – 1702

Obrigkeiten

Pfarrer: Johannes Neumann

1703

Obrigkeiten

Pfarrer: Johannes Neumann

Ereignisse

Bildtafel aus der Chronik von Strinz-Margarethä

Aus diesem Jahr ist das Siegel: STRINZMARGRETHA AVROFF U(ND) LIEBACHER GERICHTSSIEG(EL) bekannt.

Quelle: Hessisches Wappenbuch / 1956
Bildtafel aus der Chronik von Strinz-Margarethä

Erwähnung eines Backhauses in StM.

Im Strinzer Backhaus wird ein kranker Bettler aufgenommen, der 2 Tage später verstirbt.
(Quelle: Alte Strinzer Chronik, Band 1)
(Siehe auch unter: Das Backhaus)

Das Backhaus (weiß umrandet)

1704

Obrigkeiten

Pfarrer: Johannes Neumann

Ereignisse

  • Pfarrer Neumann verliert in diesem Jahr zwei Söhne. Einen davon durch Mord. (Quelle: Alte Strinzer Chronik, Band 1, Seite 52) (Siehe auch unter: Das Leid des Pfarrer Neumann)
  • In StM ereignet sich eine "Gretchentragödie". (Quelle: Alte Strinzer Chronik) Siehe auch unter: Eine Gretchentragödie
  • Die Frau von Johann Philipp Enders gebärt während Kirch und Gottesdienst zwischen 10 und 11 Uhr ein Söhnlein, welches schon Mittwochs darauf begraben werden muss.
Quelle: Gemeindearchiv Hünstetten

1705

Obrigkeiten

Pfarrer: Johannes Neumann

Ereignisse

  • Franz Emmerich Wilhelm von Bubenheim, Dechant, und das Kapitel des S. Ferrutius Stiftes zu Bleidenstadt belehnen den Grafen Friedrich Ludwig von Nassau und zugleich für die Fürsten und Grafen Georg August, Heinrich Wilhelm, Ludwig Crafft, Johann Ernst und Carl Ludwig von Nassau etc. mit den zwei Vogteien zu Würges und Kirberg und den vier Dörfern Strinz-Margarethä, den beiden Libbach und Hambach. 25. September 1705 (Hessisches Staatsarchiv Wiesbaden, Abt. 131 Nr. U 413)
  • Graf Friedrich Ludwig von Nassau etc. reversiert sich, zugleich im Namen der Fürsten und Grafen Georg August, Heinrich Wilhelm, Ludwig Crafft, Johann Ernst und Carl Ludwig von Nassau etc., dem Dechanten Franz Emmerich Wilhelm von Bubenheim und dem Kapitel des S. Ferrutius Stiftes zu Bleidenstadt über Empfang der von diesem zu Lehen rührenden zwei Vogteien zu Würges und Kirberg und den Dörfern Strinz-Margarethae, den beiden Libbach und Hambach. 25. September 1705.
Quelle: Hessisches Staatsarchiv Wiesbaden, Abt. 131 Nr. U 414
  • Georg August Fürst zu Nassau, Graf zu Saarbrücken und Saarwerden, Herr zu Lahr, Wiesbaden und Idstein einigt sich durch Vermittelung des kaiserlichen Kammergerichtsassessors Johann Heinrich Daniel Freiherrn von Ritter-Grünstein mit dem Stifte Bleidenstadt über die Jurisdiktion, die Stiftshöfe zu Schierstein, Bierstadt und Hahn, den Abtswald , über den Wald 'der alte Stein', die Pfarrkollaturen zu Schierstein, Kloppenheim, Bierstadt, Bleidenstadt, Wehen, Strintz-Trinitatis und Strintz-Margarethae, Michelbach und Dörsdorf, die Zehnten zu Adolphseck, Born, Strintz-Margarethae, Idstein, Wallrabenstein, Wörsdorf und Ehrmbach, Wehen und Görsrod.
Quelle: HHStAW 14 Nr. U 314 Bl und C

1706

Ereignisse

  • Früher unter der Kollatur des Stifts Bleidenstadt gestandene Pfarreien (Kloppenheim, Bierstadt, Schierstein, Bleidenstadt, Wehen, Michelbach, Strinz-Margarethae, Strinz-Trinitatis und Dörsdorf) und Übernahme der Besoldung der Pfarrer
Quelle: HHStAW 131 Nr. X a 35

1707

Obrigkeiten

Pfarrer: Johannes Neumann

Ereignisse

  • Im Strinzer Backhaus wird eine Familie aufgenommen, die in der gleichen Nacht ein Töchterlein (Johanna Maria) bekommt. Das Kind stirbt noch im selben Jahr, offensichtlich durch Mord. (Alte Strinzer Chronik, Band 1)
  • Der abgedankte Soldat Hans Georg Meyer wird mit seiner Frau Catharina im Backhaus aufgenommen. Kurz darauf bringt die Ehefrau einen Sohn (Johann Philipp) zur Welt. (Strinzer Chronik, Band 1) (Siehe auch unter: Das Backhaus)

1708

Obrigkeiten

Pfarrer: Johannes Neumann

Karte von 1708
Karte von 1708

1709

Obrigkeiten

Pfarrer: Johannes Neumann

Ereignisse

  • Zu Anfang des Jahres 1709 wird die ganze Gemeinde durch einen Unglückfall in Aufregung versetzt. Am 9. Januar 1709 macht sich der Sohn des Conrad Boths auf den Weg nach Steckenroth und hat sich dabei verirrt. Zwischen dem Bleidenstädter Weg und dem "Lustschloß" Georgenthal versucht er sich vor der Kälte zu schützen, ist aber nach ausgestandenen schmerzlichen Todeskämpfen in der Kälte erfroren. Und nach vielem Suchen durch die ganze Gemeinde wurde er nachmittags gefunden und Tod nach Hause gebracht. (Alte Strinzer Chronik, Band 2, Seite 53)
  • Extrem langer Winter. Ein Zeichen des damaligen Notstandes ist die Tatsache, dass Pfarrer Neumann die Pfarrbesoldungsfrucht aus dem Libbacher Grund lange nicht bekommen hat. (Alte Strinzer Chronik, Teil 1, Seite 125)

1710

Obrigkeiten

Pfarrer: Johannes Neumann

Allgemeine Ereignisse

  • Die spätere Strinzer Barockorgel wird für das Weißfrauenkloster in Mainz, vermutlich von Johann Jakob Dahm, erbaut.
Die Strinzer Orgel
Die Strinzer Orgel

1711

Obrigkeiten

Pfarrer: Johannes Neumann

Ereignisse

  • Irrungen zwischen Steckenroth und Strinz-Margarethae, streitige Grenze und Lieferung von Gültfrüchten betreffend.
Quelle: HStAW, 133, Steckenroth 2

1712

Obrigkeiten

Pfarrer: Johannes Neumann; Heinrich Rhod

Ereignisse

  • Pfarrer Johannes Neumann, der in kurzer Zeit Frau (1696) und beide Söhne (1699) verloren hat, verstirbt im Alter von 76 Jahren. Neuer Seelsorger in StM wird Heinrich Rhod. (Alte Strinzer Chronik, Band 1)

1714

Ereignisse

  • Gemarkungsstreitigkeiten zwischen Strinz-Margarethae und Steckenroth
Quelle: HStA, 133, Strinz-Margarethae 19
  • Gemarkungsstreitigkeiten zwischen Strinz-Margarethae und Steckenroth
Quelle: HHStAW 133 Nr. Strinz-Margarethae 19

1715

Obrigkeiten

Pfarrer: Heinrich Rhod

1716

Obrigkeiten

Pfarrer: Heinrich Rhod

Ereignisse

  • Die Pfarrei von StM überlässt ihren Zehnten im Rothenfeld an das Stift Bleidenstadt gegen Befreiung der Pfarrgüter von den Zehntabgaben.
Quelle: Alte Strinzer Chronik

1717

Obrigkeiten

Pfarrer: Heinrich Rhod / Schuldheiß: Johann Peter Rücker

Ereignisse

  • Revers des Grafen Friedrich Ludwig von Nassau-Saarbrücken (Ottweiler) ausgestellt zugleich im Namen der Fürsten und Grafen Georg August, Heinrich Wilhelm, Ludwig Crafft (im Gegensatz zu der Urkunde U 417 hier nicht getilgt), Johann Ernst und Carl Ludwig von Nassau etc. für den Dechanten Otto von der Malsburg und des Kapitels des S. Ferrutius-Stiftes zu Bleidenstadt über die von diesen zu Lehen rührenden zwei Vogteien zu Würges und Kirberg, sowie die vier Dörfer Strinz-Margarethae, die beiden Libbach und Hambach.
Quelle: HHStAW, 131 Nr. U 418
  • Nassau-Idstein verspricht, das Stift Bleidenstadt in der Nutznießung des Zehnten von StM, nicht zu beeinträchtigen.
Quelle: Nassauische Analen
  • Georg August Fürst zu Nassau-Saarbrücken und das Stift Bleidenstadt paktieren: Nassau zediert eine jährliche Rente für den Schullehrer zu Bierstadt, den Zehnten zu Kloppenheim, das Stift solle in der Nutznießung des Zehnten zu Strintz-Margarethae und Libbach nicht beeinträchtigt werden, die Bleidenstadter Zehnten, Renten usw. sollen erneuert und beschrieben werden, wobei dann dem Stift bei Belehnung und Verpachtung freie Hand gelassen werden soll, das Stift zediert den Zehnten zu Adolphseck und bezahlt dazu 1000 Gulden bar, gibt auch Geldverschreibungen auf benannte Personen zu Hahn und Breithard.
Quelle: HHStAW 14. Nr. U323
  • Renovation der Zehnten, Renten und Gefälle des Stifts Bleidenstadt zu Bierstadt, Kloppenheim, Auringen, Hessloch, Schierstein (am 5. Oktober), Wehen (11. Oktober), Strintz-Margarethae, Strintz-Trinitatis, Ober- und Niederlibbach, Hambach, Wingsbach, Hahn, Seitzenhahn, Bleidenstadt, Hennethal, Michelbach, Dörsdorf, Berghausen, Eisighofen, Born, Watzhahn, Mudershausen, Rückershausen, Breithard, Steckenrod, Idstein, Orlen (12. Oktober).
Quelle: HHStAW 14 Nr. U324
  • Otto von der Malsburg, Dechant, und das Kapitel des S. Ferrutius Stiftes zu Bleidenstadt belehnen den Grafen Friedrich Ludwig von Nassau-Saarbrücken(-Ottweiler) zugleich für die Fürsten und Grafen, Georg August, Wilhelm Heinrich (Ludwig Crafft getilgt), Johann Ernst und Carl Ludwig von Nassau etc. mit den zwei Vogteien zu Würges und Kirberg und den vier Dörfern Strinz-Margarethae, den beiden Libbach und Hambach.
Quelle: HHStAW 131 Nr. U 417

1718

Obrigkeiten

Pfarrer: Heinrich Rhod / Schultheiß: Johann Peter Rücker

1719

Obrigkeiten

Pfarrer: Heinrich Rhod / Lehrer: Johann Niedhorn

Ereignisse

  • 1719 stirbt der Lehrer Johann Niedhorn, der in der hiesigen Gegend an mehreren Orten als Lehrer tätig war, im Alter von 70 3/4 Jahren. Dass unter den verschiedenen Orten auch StM war, ist zwar nicht ausdrücklich vermerkt, aber umso wahrscheinlicher, als 1705 Niedhorns 8jähriges Enkelkind Johanetta hier gestorben ist.
Quelle: Alte Strinzer Chronik, Teil 1, Seite 111

1720

Obrigkeiten

Pfarrer: Heinrich Rhod

1721

Obrigkeiten

Pfarrer: Heinrich Rhod

Ereignisse

  • Bau des heutigen Pfarrhauses
Quelle: Alte Strinzer Chronik

1722

Obrigkeiten

Pfarrer: Heinrich Rhod

Bekannte Namensformen

Strinz Margretha

Ereignisse

  • Streitigkeiten in Sachen der Gemeinde Hambach contra die Gemeinde Strinz-Margarethae, die streitige Gemarkung auf dem sogenannten alten Stuhl betreffend.
Quelle: HHStAW 133 Nr. Strinz-Margarethae 21
Gemarkungskarte von 1722
Gemarkungskarte von 1722

1723

Obrigkeiten

Pfarrer: Heinrich Rhod

Ereignisse

Streitigkeiten in Sachen der Gemeinde Strinz-Margarethae contra die Gemeinde Steckenroth, puncto Beitrags zur Burgfrucht.

Quelle: HHStAW 133 Nr. Strinz-Margarethae 20

1724 – 1725

Obrigkeiten

Pfarrer: Heinrich Rhod

1726

Obrigkeiten

Pfarrer: Heinrich Rhod

Ereignisse

  • 5. August 1726 Revers des Grafen Friedrich Ludwig von Nassau etc. (-Ottweiler) ausgestellt zugleich im Namen der Nassauischen Agnaten Walramischen Stammes für den Dechanten Wildericus Marsilius Freiherrn von Hoheneck und das Kapitel des S. Ferrutius Stiftes zu Bleidenstadt über Empfang der von diesen zu Lehen rührenden zwei Vogteien zu Würges und Kirberg und der vier Dörfer Strinz-Margarethae, der beiden Libbach und Hambach.
Quelle: HHStAW, 131 Nr. U 418
  • 5. August 1726

Der Dechant Wildericus Marsilius Freiher von Hoheneck und das Kapitel des S. Ferrutius Stiftes zu Bleidenstadt belehnen den Grafen Friedrich Ludwig von Nassau etc. (-Ottweiler) zugleich für die Fürsten und Grafen Carl, Wilhelm Heinrich und Carl August von Nassau etc. mit den zwei Vogteien zu Würges und Kirberg und den vier Dörfern Strinz-Margarethae, Libbach, Libbach und Hambach.

Quelle: HHStAW, 131 Nr. U 420
  • Streitigkeiten zwischen der Hessischen Gemeinde Holzhausen über Aar und den Nassauischen Gemeinden Strinz-Margarethae, Breithardt, Hennethal und Steckenroth wegen des 'Breitenlohe' und Verteilung desselben (3 Faszikel).
Quelle: HHStAW 133 Nr. XIX a 95 a

1727

Obrigkeiten

Pfarrer: Heinrich Rhod

Ereignisse

  • Am Freitag, dem 18. Juli 1727, beschweren sich die Abgesandten aus Ehrenbach, Görsroth, StM und Bechtheim bei der Verwaltung in Idstein, dass sie in der vergangenen Woche 5 Tage bei Hahn auf der Jagd liegen mussten. Sie konnten deswegen kein Heu machen und kein Korn schneiden. Doch nicht nur mit ihrer eigenen Feldarbeit blieben sie gewaltig zurück, auch die Frondefahrten, zu denen sie ebenfalls verpflichtet sind, blieben ungetan. Sie hätten Hafer nach Biebrich und (Holz-)Kohle zu einer (Eisen-)Schmelze fahren müssen. Da wegen der unterlassenen Zulieferung ein Ofen ausgegangen war, sprach nun die zuständige Rentkammer von Bestrafung. Die Amtsverwaltung hat ein Einsehen und hilft den frondepflichtigen Untertanen aus der Zwickmühle, die durch die an sich berechtigten Forderungen der verschiedenen Behörden entstanden ist. Der Oberforstmeister wird angewiesen, die Leute "so viel möglich bey dieser kostbaren Erndte Zeit gäntzlich und durchauß zu verschonen".
Quelle: Walsdorfer Bürgerbrief Nr. 22 / Rund um den Hutturm / 1983
  • Am 12. November zahlt Philipp Christian von Strinz-Margarethä das Besthaupt seines verstorbenen Schwiegervaters Jokob Klein mit 4 Gulden 15 Albus.
Quelle: HStA.: W133, VIII e, 2

1728

Obrigkeiten

Pfarrer: Heinrich Rhod; Johannes Kaspar Becker

Allgemeine Ereignisse

  • StM gehört ab sofort zu Nassau Usingen
  • Das Haus Nassau-Usingen ist eine Linie des Hauses Nassau und ging 1659 neben den Linien Nassau-Saarbrücken und Nassau-Ottweiler durch Teilung aus dem Haus Nassau-Saarbrücken (walramischen Linie) hervor. Aus dem Haus Nassau-Usingen stammte Friedrich August, der erste Herzog von Nassau.
Quelle: Wikipedia
  • 1728 kommen die Ämter Idstein, Wiesbaden, Saarbrücken, Ottweiler und Lahr hinzu. Die bisherigen Länder werden neu in die Ämter Usingen, Wehen und Burgschwalbach gegliedert.
Quelle: Wikipedia

Ereignisse

  • Für dieses Jahr ist das Vorhandensein einer Orgel in der alten Strinzer Kirche nachweisbar. Das belegt eine alte Kirchenrechnung aus diesem Jahr.
Quelle: Internetseite der ev. Kirche StM
  • Die zwischen dem Hof Georgenthal und den anstoßenden Gemeinden Steckenroth, Wingsbach und Strinz-Margarethae entstandenen Differenzen wegen der Beholzigung und Weide.
Quelle: HHStAW 133 Nr. Steckenroth 32

1729

Obrigkeiten

Pfarrer: Johannes Kaspar Becker

Ereignisse

  • Streitigkeiten bzgl. in Sachen der Gemeinde Breithardt contra die Gemeinde Strinz-Margarethae, ein streitiges Stück Land im 'Breitenlohe' betreffend.
Quelle: HHStAW 133 Nr. Strinz-Margarethae 22
  • Streitigkeiten in Sachen der Gemeinde Strinz-Margarethae contra die Gemeinde Hambach, puncto juris pascende
Quelle: HHStAW 133 Nr. Hambach 2

1730

Obrigkeiten

Schultheiß: Johann Peter Enders

Pfarrer: Johannes Kaspar Becker

Schultheiß Johann Peter Enders wird im Jahre 1730 und 1750 als herrschaftlicher Schultheiß und Gerichtsmann von StM erwähnt. Er ist Bauer und besitzt 2 Häuser, 2 Scheunen und 2 Ställe in StM.

Bekannte Namensform

Strentz Marg.

Karte von 1730
Karte von 1730

Ereignisse

  • Es findet ein Grenzbegehung der Gemarkung von StM statt.
Quelle: Hessisches Staatsarchiv, Abt. 133 / 467 + 468
  • Die Kirche zahlt dem Schulmeister 10 Albus Jahreslohn wegen der Schlagung (Red.: Spielen) der Orgel.
Quelle: HStA: W133, R3188, StM Kirchenrechnungen
  • Der Dechant Wildericus Marsilius Freiherr von Hoheneck und das Kapitel des S. Ferrutius Stiftes zu Bleidenstadt belehnen den Grafen Carl August von Nassau zugleich für die Fürsten und Grafen von Nassau etc. Carl den Älteren und Wilhelm Heinrich den Jüngeren mit den vom Stift zu Lehen rührenden zwei Vogteien zu Würges und Kirberg und den vier Dörfern Strinz-Margarethae, den beiden Libbach und Hambach.
Quelle: HHStAW 131 Nr. U 424

1731

Obrigkeiten

Pfarrer: Johannes Kaspar Becker

Ereignisse

  • Auf Anstiftung Ihrer Eltern, verweigert sich die Schulknaben, das Geläut zur Kirche und zum Vaterunser zu versehen.
Quelle: Strinzer Chronik, Teil 1, Seite 128

1732

Obrigkeiten

Pfarrer: Johannes Kaspar Becker

1733

Obrigkeiten

Pfarrer: Johannes Kaspar Becker

Ereignisse

  • Irrungen zwischen Nassau und dem Stift Bleidenstadt über ein Novalzehnt zu Strinz-Margarethae und Hennethal.
Quelle: HStAW, 14, 844

1734

Obrigkeiten

Pfarrer: Johannes Kaspar Becker

1735

Obrigkeiten

Pfarrer: Johannes Kaspar Becker

Ereignisse

  • Erst jetzt wird ein förmlicher Vertrag über die Abtretung von Gebieten der Gemeinden Steckenrodt, Strinz-Margarethä und Wingsbach an den Georgenthaler Hof geschlossen (siehe auch 1692).
Quelle: Kleine Chronik des Ortes Hohenstein-Steckenroth mit Hofgut Georgenthal / Pfarrer Weinberger
  • Die Kirche bezahlt eine Rechnung an den Orgelmacher Weißhaupt aus Idstein
Quelle: HStA: W133, R3188, StM Kirchenrechnungen

1736

Obrigkeiten

Pfarrer: Johannes Kaspar Becker

Ereignisse

  • Die Kirche bezahlt eine Rechnung an den Orgelmacher Weißhaupt aus Idstein
Quelle: HStA: W133, R3188, StM Kirchenrechnungen

1737

Obrigkeiten

Pfarrer: Pfarrer: Johannes Kaspar Becker /Johann Peter Freyberger

Ereignisse

  • 25. Juni 1737

Revers des Grafen Carl August von Nassau-Saarbrücken (Weilburg) ausgestellt zugleich namens der Fürsten Carl und Wilhelm Heinrich von Nassau etc. für den Dechanten Josephus Franciscus Freiherrn von Kesselstadt und des Kapitels des S. Ferrutius Stiftes zu Bleidenstadt über Empfang der von diesem zu Lehen rührenden zwei Vogteien zu Würges und Kirberg, sowie der vier Dörfer Strinz-Margarethae, Libbach, Libbach und Hambach.

Quelle: HHStAW, 131 Nr, U 426
  • 25. Juni 1737 Der Dechant Josephus Franciscus Freiherr von Kesselstadt und das Kapitel des S. Ferrutius Stiftes zu Bleidenstadt belehnen den Grafen Carl August von Nassau etc. (Weilburg) zugleich für die Fürsten Carl und Wilhelm Heinrich von Nassau etc. mit den zwei Vogteien zu Würges und Kirberg, sowie mit den vier Dörfern Strinz-Margarethae, den beiden Libbach und Hambach.
Quelle: HHStAW, 131, Nr. U 425
  • Pfarrer Johannes Kaspar Becker wird nach Wehen versetzt.
Quelle: Wehen und sein Grund / Dr. Eduard Wilhelmi
  • Neuer Pfarrer wird Johann Peter Freyberger

1738

Obrigkeiten

Pfarrer: Johann Peter Freyberger

Ereignisse

  • Die Kirche bezahlt die Rechnung des Orgelmeisters Cristian Kötzler aus Frankfurt für die Stimmung der Orgel.
Quelle: HStA: W133, R3188, StM Kirchenrechnungen
  • Die den Gemeinden Breithardt, Steckenroth, Hennethal, Strinz-Margarethae und Holzhausen über Aar koppelpflichtig zustehende Breitloh und dessen Rodung zu Fruchtland
Quelle: HHStAW: 133 Nr. XIX a 108

1739

Obrigkeiten

Pfarrer: Johann Peter Freyberger

Ereignisse

  • Die Kirche zahlt dem Schulmeister 10 Albus Jahreslohn wegen der Schlagung (Red.: Spielen) der Orgel.
Quelle: HStA: W133, R3188, StM Kirchenrechnungen
  • Die Kirche zahlt 60 Gulden für den Kirchenbau. (HStA: W133, R3188, StM Kirchenrechnungen)

1740

Obrigkeiten

Pfarrer: Johann Peter Freyberger

Bekannte Namensformen

Strentz Margr.

Ereignisse

  • Die Kirche bezahlt die Rechnung des Orgelmeisters Cristian Kötzler aus Frankfurt für die Stimmung der Orgel.
Quelle: HStA: W133, R3188, StM Kirchenrechnungen
Karte von 1740
Karte von 1740

1741 – 1742

Obrigkeiten

Pfarrer: Johann Peter Freyberger

1743

Obrigkeiten

Pfarrer: Johann Peter Freyberger

Ereignisse

  • Verkauf von Gütern der Pfarrei Strinz-Margarethae an Heinrich Hemrich von Hennethal.
Quelle: HStAW, 133, Hennethal 12
  • Beschwerde der Gemeinde Strinz-Margarethae gegen das Forstamt wegen Beeinträchtigung ihrer Gerechtsame in dem 'Steinwald' oder 'Staude'.
Quelle: HHSTAW 133 Nr. Steckenroth 38

1744

Obrigkeiten

Pfarrer: Johann Peter Freyberger

Ereignisse

  • Pfarrer Freyberger erstattet Anzeige gegen Witwer Johannes Enders (den Mittleren), weil er sich eine neue Frau nehmen will, welche leibliche Geschwisterkinder sind und zudem die Fastenzeit sehr nahe sei. Enders verweist auf die Umstände seine Haushaltung und darauf, dass die Tochter seines Bruders auch Hochzeit halten will. Sein ersuchen wir noch 3 mal abgelehnt.
Quelle: Gemeindearchiv Hünstetten
  • Die Kirche bezahlt die Rechnung des Orgelmeisters Cristian Kötzler aus Frankfurt für die Stimmung der Orgel.
Quelle: HStA: W133, R3188, StM Kirchenrechnungen
  • Streitigkeiten in Sachen der Gemeinde Strinz-Margarethae contra das Oberforstamt zu Idstein, puncto turbat. posessionis in dem 'Staud- oder Steinwald'.
Quelle: HHStAW 133 Nr. Strinz-Margarethae 26
  • Streitigkeiten vor dem Appelationsgericht der Gemeinde Niederlibbach contra den Pfarrer zu Strinz-Margarethae, puncto einer Waldecke.
Quelle: HHStAW 133 Nr. Strinz-Margarethae 3

1745

Obrigkeiten

Pfarrer: Johann Peter Freyberger

Bekannte Namensformen

Margretstrenz

Karte von 1745
Karte von 1745

1746

Obrigkeiten

Pfarrer: Johann Peter Freyberger

1747

Obrigkeiten

Pfarrer: Johann Peter Freyberger

Ereignisse

  • Eine Aufstellung aus diesem Jahr zählt u. a. StM als in der Heu-, Frucht- und Grummet-Ernte dem Hof Georgenthal frohnpflichtig auf. Den Frohnpflichtigen steht pro Arbeitstag "1 wohlgebackenes Brod sodann 1/2 Mass trankbahres Bier" zu.
Quelle: Kleine Chronik des Ortes Hohenstein-Steckenroth mit Hofgut Georgenthal / Pfarrer Weinberger

1748

Obrigkeiten

Pfarrer: Johann Peter Freyberger

Inschrift in einem Haus in der Schulstraße
Inschrift in einem Haus in der Schulstraße

„Durch Gottes Hilfe und Gnade dieses Haus erbaut hat Adam Bausmanns Wittwe Anna-Elisabeta 1748.“

Ereignisse

  • Die Kirche zahlt dem Schuldiener Alberthi zu Oberems 2 Gulden.
Quelle: HStA: W133, R3188, StM Kirchenrechnungen

1749

Obrigkeiten

Pfarrer: Johann Peter Freyberger

1750

Obrigkeiten

Pfarrer: Johann Peter Freyberger

Schultheiß: Johann Peter Enders

Schultheiß Johann Peter Enders wird im Jahre 1730 und 1750 als herrschaftlicher Schultheiß und Gerichtsmann von StM erwähnt. Er ist Bauer und besitzt 2 Häuser, 2 Scheunen und 2 Ställe in StM.

1751

Pfarrer: Johann Peter Freyberger

Ereignisse

  • 15. November 1751

Der Dechant Johann Franz Freiherr von Hoheneck und das Kapitel des S. Ferrutius Stiftes zu Bleidenstadt belehnen den Fürsten Carl August von Nassau(-Weilburg) zugleich für die Fürsten Carl und Wilhelm Heinrich von Nassau etc. mit den zwei Vogteien zu Würges und Kirberg sowie den Dörfern Strinz-Margarethae, den beiden Libbach und Hambach.

Quelle: HHStAW, 131, U 433
  • 15. November 1751 Revers des Fürsten Carl August von Nassau (Weilburg) ausgestellt zugleich namens der Fürsten Carl und Wilhelm Heinrich von Nassau etc. für den Dechanten Johann Franz Freiherrn von Hoheneck und das Kapitel des S. Ferrutius Stiftes zu Bleidenstadt über Empfang der von diesen zu Lehen rührenden zwei Vogteien zu Würges und Kirberg, sowie der vier Dörfer Strinz-Margarethae, der beiden Libbach und Hambach. (HHStAW, 131, U434)

1752

Pfarrer: Johann Peter Freyberger

1753

Pfarrer: Johann Peter Freyberger

1754

Obrigkeiten

Pfarrer: Johann Peter Freyberger / Lehrer: Daniel Bachmann

Ereignisse

  • Der Auswanderer Johannes Enders aus StM ertrinkt mit seiner Frau und seinen 3 Kindern am 25.07. im Meer bei der Überfahrt nach Pennsylvania (USA).
Quelle: Gemeindearchiv Hünstetten
  • Die Kirche bezahlt den Schulmeister Daniel Bachmann.
Quelle: HStA: W 133, R 3188 / Kirchenrechnungen
  • Berufung des Theologiekandidaten Freyberger aus Strinz-Margarethä zum Vikar in Dörsdorf
Quelle: HHStAW 142 Nr. 110

1755

Pfarrer: Johann Peter Freyberger / Lehrer: Daniel Bachmann

Ereignisse

  • Revers über die vom Stift Bleidenstadt lehnsrührigen zwei Vogteien zu Würges und Kirberg sowie vier Dörfer Strinz-Margarethae, die beiden Libbach und Hambach.
Quelle: HHStAW 150 Nr. U 680
  • Karl, Fürst zu Nassau, Graf zu Saarbrücken und zu Saarwerden, bestätigt - auch im Namen der Fürsten Wilhelm Heinrich und Karl zu Nassau - den Empfang der Vogteien zu Würges und Kirberg (Kirburg) und der vier Dörfer Strinzmargarethä, Ober- und Niederlibbach und Heimbach, die ihm Johann Franz Freiherr von Hoheneck, Dechant, und Kapitel des Ritterstifts Bleidenstadt laut inserierter Urkunde vom gleichen Tag als Lehen übertragen haben. Mainz den 25. Juni 1755.
Quelle: Hessisches Staatsarchiv, Wiesbaden, Abt. 131 Nr. U 438
  • Die Kirche bezahlt den Schulmeister Daniel Bachmann.
Quelle: HStA: W 133, R 3188 / Kirchenrechnungen
  • Der Dechant Johann Franz Freiherr von Hoheneck und das Kapitel des S. Ferrutius Stiftes zu Bleidenstadt belehnen den Fürsten Carl (Christian) von Nassau (Weilburg) zugleich für die Fürsten Wilhelm Heinrich und Carl von Nassau etc. mit den zwei Vogteien zu Würges und Kirberg sowie mit den vier Dörfern Strinz-Margarethae, den beiden Libbach und Hambach.
Quelle: HHStAW 131 Nr. U 437

1756

Obrigkeiten

Pfarrer: Johann Peter Freyberger / Lehrer: Bachmann

Allgemeine Ereignisse

  • Beginn des "Siebenjährigen Krieges" der auch Auswirkungen auf StM hat. Im Siebenjährigen Krieg (1756–1763) kämpften mit Preußen und Großbritannien/ Kurhannover auf der einen und der kaiserlichen österreichischen Habsburgermonarchie, Frankreich und Russland sowie dem Reich auf der anderen Seite alle europäischen Großmächte dieser Zeit. Auch mittlere und kleine Staaten waren an den Auseinandersetzungen beteiligt.

Ereignisse

  • Versetzung des Lehrers Bachmann nach Wiesbaden.
  • Anstellung des Johann Martin Joch aus Breithardt als Lehrer in StM.
  • Im Siebenjährigen Krieg (1756 -1763) wird die Registraturkiste im hiesigen Pfarrhaus durch französische Einquartierung geplündert.
  • Die Kirche bezahlt den Schulmeister Daniel Bachmann.
Quelle: HStA: W 133, R 3188 / Kirchenrechnungen
  • Die Kirche bezahlt die Rechnung des Orgelbauers Köhler aus Frankfurt für die Stimmung der Orgel durch den Gesellen Johann Sf Lück.
Quelle: HStA: W 133, R 3188 / Kirchenrechnungen

1757

Obrigkeiten

Pfarrer: Johann Peter Freyberger

Bekannte Namensformen

Strenz

Karte von 1757
Karte von 1757

1758

Obrigkeiten

Pfarrer: Johann Peter Freyberger; Philipp Karl Freyberger

1759

Obrigkeiten

Pfarrer: Philipp Karl Freyberger

Ereignisse

  • Franz Ludwig Freiherr von Kesselstadt, Dechant, und das Kapitel des Ritterstifts zu Bleidenstadt verleihen dem Fürsten Karl zu Nassau - auch für die Fürsten Wilhelm Heinrich und Karl zu Nassau - die Vogteien zu Würges und Kirberg (Kirburg) und die vier Dörfer Strinzmargarethä, Ober- und Niederlibbach und Heimbach zu Lehen. Mainz, 15 Mai 1759.
Quelle: Hessisches Staatsarchiv Wiesbaden, Abt. 131 Nr. U 438 a
  • Karl, Fürst zu Nassau, Graf zu Saarbrücken und Saarwerden, bestätigt - auch im Namen der Fürsten Wilhelm Heinrich und Karl zu Nassau - den Empfang der Vogteien zu Würges und Kirberg (Kirburg) sowie der vier Dörfer Strinz-Margarethä, Ober- und Niederlibbach und Heimbach, die ihm Franz Ludwig Freiherr von Kesselstadt, Dechant, und das Kapitel des Ritterstifts zu Bleidenstadt laut inserierter Urkunde von gleichen Tage als Lehen übertragen haben.
Quelle: HHStAW 131 Nr. U 438 b
  • Die Kirche bezahlt die Rechnung des Orgelbauers Köhler aus Frankfurt für die Stimmung der Orgel durch den Gesellen Johann Sf Lück.
Quelle: HStA: W 133, R 3188 / Kirchenrechnungen

1760

Obrigkeiten

Pfarrer: Philipp Karl Freyberger

Ereignisse

Die Kirche kauft dem Waisenknaben Kilian Franckenfeld ein Hemd für 1 Gulden, 12 Albus und 4 Pfennige.

Quelle: HStA: W 133, R 3188 / Kirchenrechnungen

1761

Obrigkeiten

Pfarrer: Philipp Karl Freyberger / Lehrer: Johann Martin Joch

Ereignisse

  • Neuer Lehrer in StM wird Johann Martin Joch. In der Schulchronik wird er als treuer und fleißiger Lehrer beschrieben.
Quelle: Alte Strinzer Chronik, Teil 1, Seite 112
  • Martin Joch hat das Schulgut (Morgen Land) frei zu benutzen und ist zehntfrei.
Quelle: Alte Strinzer Chronik, Teil 1, Seite 119

1762

Obrigkeiten

Pfarrer: Philipp Karl Freyberger

Lehrer: Johann Martin Joch

Ereignisse

  • Der Orgelmachergeselle Joh. Friedrich Steche erhält zwei Gulden für die Reparatur und Stimmung der Orgel.
Quelle: HStA: W 133, R 3188 / Kirchenrechnungen

1763

Obrigkeiten

Schultheiß: Enders

Pfarrer: Philipp Karl Freyberger

Lehrer: Johann Martin Joch

Ereignisse

  • Die Kirche zahlt dem Schultheiß Enders eine Beisteuer zur Reparatur der Uhr (Kirchenuhr?) in Höhe von 20 Gulden. (HStA: W 133, R 3188 / Kirchenrechnungen)

1764

Obrigkeiten

Schultheiß: Enders

Pfarrer: Philipp Karl Freyberger

Lehrer: Johann Martin Joch

Ereignisse

Streitigkeiten wegen Forderungen des Ritterstifts Bleidenstadt gegen die Gemeinden Michelbach, Limbach, Strinz Trinitatis, Hennethal, Eisighofen, Ober- und Niederlibbach, Hambach, Strinz Margarethae und Watzhahn wegen des Kartoffelzehnten.
(HStAW, 14, 805)

1765

Obrigkeiten

Schultheiß: Enders

Pfarrer: Philipp Karl Freyberger

Lehrer: Johann Martin Joch

Ereignisse

  • Die Kirche zahlt an Schultheiß Enders für Stahl, Arbeitslohn und Eisen für die Reparatur der Glocke 22 Gulden.
Quelle: HStA: W 133, R 3188 / Kirchenrechnungen

1766

Ereignisse

Pfarrer: Philipp Karl Freyberger

Lehrer: Johann Martin Joch

Ereignisse

  • Die Kirche zahlt der Witwe Gräfs die Rechnung des Schreinermeisters Kunz von Hennethal, für den Sarg ihres Ehemanns Heinrich Gräfs, in Höhe von 2 Gulden 20 Albus.
Quelle: HStA: W 133, R 3188 / Kirchenrechnungen

1767

Pfarrer: Philipp Karl Freyberger

Johann Martin Joch

Ereignisse

  • Die Kirche zahlt an den Hof Mechanicum Mahr zu Wiesbaden, wegen Reparatur der Orgel 8 Gulden 25 Albus.
Quelle: HStA: W 133, R 3188 / Kirchenrechnungen

1768

Obrigkeiten

Pfarrer: Philipp Karl Freyberger, Ernst Gottlob Stritter

Lehrer: Johann Martin Joch

Ereignisse

  • 1768 zieht der Rektor Ernst Gottlob Stritter, nachdem er 1766 als Rektor des Idsteiner Gymnasiums wegen eines auffallenden Rückgangs in der Frequenz der Schule entlassen wurde, mit seinem Sohn nach StM. Dort verbringt er seine Zeit mit Predigten und Unterweisung der Schullehrer der gesamten Umgegend.
Quelle: Geschichte von Nassau, Dr. Schiepke, K. Menzel, 1879, Seite 438 - 439
  • Neuer Pfarrer in StM wird Ernst Gottlob Stritter
Quelle: HStA: W 133, R 3188 / Kirchenrechnungen

Siehe auch unter: Der Streitbare Pfarrer Stritter

1769

Obrigkeiten

Pfarrer: Ernst Gottlob Stritter

Lehrer: Johann Martin Joch

1770

Obrigkeiten

Pfarrer: Ernst Gottlob Stritter

Lehrer: Johann Martin Joch

Ereignisse

  • Es wird des in preußische Dienste gegangenen Phil. Heringers Allmosen-Recess in Ausgabe gebracht. 2 Gulden 2 Albus
Quelle: HStA: W 133, R 3188 / Kirchenrechnungen
  • Appellation der Gemeinden Oberlibbach, Niederlibbach und Hambach contra die Pfarrei Strinz-Margarethae, die Konkurrenz zur Umzäunung eines Pfarrgartens betreffend.
Quelle: HStA, 133, Strinz-Margarethae 5

1771

Obrigkeiten

Pfarrer: Ernst Gottlob Stritter; Christian Friedrich Bickel

Lehrer: Johann Martin Joch

Allgemeine Ereignisse

  • Eine Hungersnot lässt die schon um einiges früher in Nassau eingeführte Kartoffel endgültig zum wichtigsten Grundnahrungsmittel werden.

Ereignisse

  • Martin Ender Sohn Johannes, Johannes Enders Junior und Johannes Enders der ältere zahlen 2 Kreuzer Lämmerzehnten an das Stift St. Ferrutius Bleidenstadt.
Quelle: HStA 15 / 30 u. 20/40 u. 16 / 32

1772

Obrigkeiten

Lehrer: Johann Martin Joch

Pfarrer: Christian Friedrich Bickel

Ereignisse

  • Martin Ender Sohn Johannes und Johannes Enders zahlen 2 Kreuzer Lämmerzehnten an das Stift St. Ferrutius Bleidenstadt.
Quelle: HStA 13/ 26

1773

Obrigkeiten

Schultheiß: Enders

Pfarrer: Christian Friedrich Bickel

Lehrer: Johann Martin Joch

Ereignisse

  • Die Kirche zahlt Schultheiß Enders wegen der umgestürzten Kirchhofsmauer 20 Gulden
Quelle: HStA: W 133, R 3188 / Kirchenrechnungen
  • Gesuch der Gemeinde Strinz-Margarethae um eine Beisteuer zur Aufbauung ihrer Kirchhofsmauer
Quelle: HHStAW Nr. Strinz-Margarethae 6

1774

Pfarrer: Christian Friedrich Bickel

Lehrer: Johann Martin Joch

Ereignisse

  • Johann Enders Junior zahlt 2 Kreuzer Lämmerzehnten an das Stift St. Ferrutius Bleidenstadt.
Quelle: HStA 22 / 44
  • Aussteinung (Red.: Grenzsteinsetzung) der Grenze zwischen dem Hof Georgenthal und Strinz-Margarethae.
Quelle: HStA, 133, Steckenroth 39

1775

Obrigkeiten

Pfarrer: Christian Friedrich Bickel

Lehrer: Johann Martin Joch (für dieses Jahr wird auch ein Schulmeister Zog erwähnt)

Ereignisse

  • Adam Enders und Johann Enders der Mittlere zahlen 2 Kreuzer Lämmerzehnten an das Stift St. Ferrutius Bleidenstadt.
Quelle: HStA 22 / 44

1776

Obrigkeiten

Pfarrer: Christian Friedrich Bickel

Lehrer: Johann Martin Joch (für dieses Jahr wird auch ein Schulmeister Zog erwähnt)

Ereignisse

  • 1. Juli 1776 Der Dechant Franz Ludwig Freiherr von Kesselstadt und das Kapitel des S. Ferrutius Stiftes zu Bleidenstadt belehnen den Fürsten Carl (Christian) von Nassau (Weilburg) zugleich für die Fürsten Carl Wilhelm, Ludwig, Friedrich-August und Johann Adolf von Nassau mit den zwei Vogteien zu Würges und Kirberg, sowie den vier Dörfern Strinz-Margarethae, den beiden Libbach und Hambach.
Quelle: HHStAW, 131 Nr. U 449
  • 1. Juli 1776

Revers des Fürsten Carl (Christian) von Nassau (Weilburg) ausgestellt zugleich namens der Fürsten Carl Wilhelm, Ludwig, Friedrich August und Johann Adolf von Nassau etc. für den Dechanten Franz Ludwig Freiherrn von Kesselstadt und das Kapitel des S. Ferrutius Stiftes zu Bleidenstadt über Empfang der von diesen zu Lehen rührenden zwei Vogteien zu Würges und Kirberg, sowie der Dörfer Strinz-Margarethae, den beiden Libbach und Hambach.
(HHStAW, 131 Nr. U 450)

  • Adam Enders und Johannes Enders Junior zahlen 2 Kreuzer Lämmerzehnten an das Stift St. Ferrutius Bleidenstadt.
Quelle: HStA 17 / 34

1777

Obrigkeiten

Pfarrer: Christian Friedrich Bickel

Lehrer: Johann Martin Joch (für dieses Jahr wird auch ein Schulmeister Zog erwähnt)

Ereignisse

  • Revers des Fürsten Carl (Christian) von Nassau(-Weilburg) ausgestellt zugleich namens der Fürsten Carl Wilhelm, Ludwig, Friedrich August und Johann Adolf von Nassau etc. für den Dechanten Franz Georg Carl Johann Freiherrn von Boos zu Waldeck und Monfort und das Kapitel des St. Ferrutius-Stiftes zu Bleidenstadt über Empfang der von diesem zu Lehen rührenden zwei Vogteien zu Würges und Kirberg, sowie der Dörfer Strinz-Margarethae, der beiden Libbach und Hambach.
Quelle: HHStAW, 131 Nr. U 452
  • Unter Pfarrer Bickel entsteht ein heftiger Streit, wegen Herstellung der Pfarrgartenumzäunung, die seit dem Siebenjährigen Krieg verkommen ist.
Quelle: Strinzer Chronik, Teil 1, Seite 128
  • Johannes Enders Junior und Adam Enders zahlen 2 Kreuzer Lämmerzehnten an das Stift St. Ferrutius Bleidenstadt.
Quelle: HStA 19 / 38 u. 21/42
  • Der Dechant Franz Georg Carl Johann Freiherr von Boos zu Waldeck und Montfort und das Kapitel des S. Ferrutius Stiftes zu Bleidenstadt belehnen den Fürsten Carl (Christian) von Nassau (Weilburg) zugleich für die Fürsten Carl Wilhelm, Ludwig, Friedrich August und Johann Adolf von Nassau etc. mit den zwei Vogteien zu Würges und Kirberg, sowie mit den 4 Dörfern Strinz-Margarethae, den beiden Libbach und Hambach.
Quelle: HHStAW 131 Nr. U 451

1778

Obrigkeiten

Pfarrer: Christian Friedrich Bickel

Lehrer: Johann Martin Joch (für dieses Jahr wird auch ein Schulmeister Zog erwähnt)

Ereignisse

  • Der Wehener Philipp Weiß möchte den früheren Kuhhirten und Tagelöhner von StM, Christoph Graf, in sein Haus aufnehmen, weil er Arbeit für ihn hat. Das fürstliche Amt Wehen gibt dazu nur seine Einwilligung unter der Bedingung, dass die Entfernung von Graf nach getaner Arbeit sofort erfolge. Dies ist u.a. eine Maßnahme um das Bettelunwesen in Wehen einzudämmen.
Quelle: Wehen und sein Grund, Dr. Eduard Wilhelmi, 1957
  • Johann Enders der Mittlere zahlt 2 Kreuzer Lämmerzehnten an das Stift St. Ferrutius Bleidenstadt.
Quelle: HStA 15 / 30
  • Beilegung von Weidestreitigkeiten zwischen der Gemeinde Strinz-Margarethae und dem Hof Georgenthal.
Quelle: HStA, 133, Strinz-Margarethae 27
  • Vergleich zwischen dem Hof Georgenthal und der Gemeinde Strinz-Margarethae wegen der Koppelweide
Quelle: HHStAW 133 Nr. Steckenroth 40

1779

Obrigkeiten

Pfarrer: Christian Friedrich Bickel

Lehrer: Johann Martin Joch (für dieses Jahr wird auch ein Schulmeister Zog erwähnt)

Ereignisse

  • Johann Enders der Mittlere und Adam Enders zahlen 2 Kreuzer Lämmerzehnten an das Stift St. Ferrutius Bleidenstadt.
Quelle: HStA 20 / 40 u. 21 / 42

1780

Obrigkeiten

Pfarrer: Christian Friedrich Bickel; Johann Gottfried Wex

Lehrer: Johann Martin Joch (für dieses Jahr wird auch ein Schulmeister Zog erwähnt)

Ereignisse

  • Neuer Pfarrer in StM wird Johann Gottfried Wex. Er ist Kaplan und kommt aus Wehen.
  • Martin Ender der Mittlere zahlt 2 Kreuzer Lämmerzehnten an das Stift St. Ferrutius Bleidenstadt.
Quelle: HStA 17 / 34

1781

Obrigkeiten

Pfarrer: Johann Gottfried Wex

Lehrer: Johann Martin Joch

Schultheiß: Johann Enders

Ereignisse

  • Das Ritterstift zu Bleidenstadt lässt zur Begrenzung seiner Güter Grenzsteine in der Strinzer Gemarkung aufstellen.
Quelle: HStA, 14, 845

1782

Obrigkeiten

Pfarrer: Johann Gottfried Wex

Schultheiß: Joh. Enders

Lehrer: Johann Martin Joch

Allgemeine Ereignisse

  • Das Mainzer Domstift tritt die Nachfolge des Bleidenstadter Ritterstift an.

Ereignisse

  • Schultheiß Enders berichtet, dem Mainzer Domkapitel stünden als Nachfolger Bleidenstadts außer Frucht- und Blutzehnten 23 Morgen Land zu.
Quelle: Nassauische Analen
  • Aussteinung der Grenze zwischen Steckenroth und Strinz-Margarethae an der 'Struth'.
Quelle: HStA, 133, Steckenroth 3
Bildtafel aus der Chronik von Strinz-Margarethä
Karten der Strinzer Gemarkung aus dem Jahre 1782
Karten der Strinzer Gemarkung aus dem Jahre 1782

(Siehe auch unter: Strinz im Jahre 1782)

1783

Obrigkeiten

Pfarrer: Johann Gottfried Wex

Schultheiß: Joh. Enders

Lehrer: Johann Martin Joch

1784

Obrigkeiten

Pfarrer: Johann Gottfried Wex

Schultheiß: Joh. Enders

Lehrer: Johann Martin Joch

Ereignisse

  • Klage des Stifts Bleidenstadt gegen die Gemeinden des Libbacher Grundes und Strinz-Margarethae wegen des strittigen Hammelzehnten.
Quelle: HStAW, 14, 799
  • Streitigkeiten bzgl. Ankauf einer Waldparzelle von der Gemeinde Strinz-Margarethae durch den Fiskus.
Quelle: HHStAW 133 Nr. Strinz-Margarethae 31

1785

Obrigkeiten

Pfarrer: Johann Gottfried Wex

Schultheiß: Joh. Enders

Lehrer: Johann Martin Joch

Ereignisse

  • Durchführung einer Güter- und Schatzungsrenovatur zu Strinz-Margarethae, in specie Notizzettel und Adjudikationsprotokoll.
Quelle: HHStAW 133 Nr. Strinz-Margarethae 41

1786

Obrigkeiten

Pfarrer: Johann Gottfried Wex

Schultheiß: Joh. Enders

Lehrer: Johann Martin Joch

1787

Obrigkeiten

Pfarrer: Johann Gottfried Wex

Schultheiß: Joh. Enders

Lehrer: Johann Martin Joch

1788

Obrigkeiten

Pfarrer: Johann Gottfried Wex

Schultheiß: Joh. Enders

Lehrer: Johann Martin Joch

Ereignisse

  • Breithardt, Feuerspritzenrechnungen; darin die Ortschaften: Strinz-Margarethä, Steckenroth, Watzhahn, Adolfseck
Quelle: HHStAW 133 Nr. 1385

1789

Obrigkeiten

Pfarrer: Johann Gottfried Wex

Schultheiß: Joh. Enders

Lehrer: Johann Martin Joch; Philipp Ferdinand Sauer

Bekannte Namensformen

Strintz-Margaretha

Allgemeine Ereignisse

  • Beginn der französischen Revolution

Ereignisse

  • Nach dem Tod des Johan Martin Joch wird Philipp Ferdinand Sauer vom Kloster Klarenthal neuer Lehrer in StM. Philipp Ferdinand Sauer stammt aus Moßbach.
Quelle: Sulzbacher Geschichte(n), Teil 1, Seite 82
  • Als Lohn für seine Arbeit als Lehrer bekommt er 6 Klafter Buchen Scheitholz, welches ihm die Gemeindemitglieder frei in den Hof liefern müssen.
Quelle: Alte Strinzer Chronik, Teil 1, Seite 112
  • Die Witwe von Lehrer Joch erhält die Besoldung ihres Mannes befristet weiter.
  • Auf dem Schulspeicher wird ein handgeschriebener Brief von Lehrer Joch gefunden: Inhalt: "Schul=Guth zu Strintz-Margaretha, Verzeichnis dessen, so in der Strintz-Margarethaer Gemarkung liegend, wie folgt gemessen und beschrieben worden". Darin heißt es zum Schluss: Gott helff und segen allen rechtschaffenen Schul=Lehrer die dieses in Zukunft besitzen werden.
Quelle: Alte Strinzer Chronik, Teil 1, Seite 112
  • Das Ritterstift, dass die Nachfolge des Kloster Bleidenstadts antrat, gibt das Pfaffengut in Pacht an Joh. Phil. Faust und dessen Erben. In dem Pachtvertrag heißt es unter anderem: "Er (gemeint ist der Pächter Faust) muss auf dem sog. Ochsengut (Pfaffengut) nicht nur das gewöhnliche Faselvieh auf seine Kosten stellen und unterhalten, sondern annebst unserem Ritterstift alljährlich Michaelis (29. Sept.) nach Bleidenstadt 3 Malter (1 Malter = 128 Liter) Korn und 6 Malter Haber (Hafer) guter und sauberer Frucht entrichten.

1790

Obrigkeiten

Pfarrer: Johann Gottfried Wex / Schultheiß: Joh. Enders / Lehrer: Philipp Ferdinand Sauer

Karte von 1790
Karte von 1790

Statistik

Einwohner: 37

Ereignisse

  • Fürst Wilhelm von Nassau ratifiziert die Aufteilung der 207 Morgen Viehweide (Breiteloh) zwischen den anliegenden Gemeinden an. Auf Strinz entfielen 27 Morgen. Grund war, dass sich die Gemeinden nicht um die gemeinsam genutzten Viehweiden kümmerten. Mangels Pflege war z.B. der Weidebrunnen verfallen. (Quellen: Kleine Chronik des Ortes Hohenstein-Breithardt / Pfarrer Weinberger Hessisches Staatsarchiv, Abt. 133/649)
  • Gottfried Eberhard Freyberger, Sohn des ehemaligen Strinzer Pfarrers Freyberger , geboren am 21. April 1764 entfernt sich im Jahre 1790 von seiner Heimat, ohne seitdem von seinem Leben oder von seinem Aufenthalt irgend eine Nachricht zu geben (Siehe auch unter: Pfarrerssohn verschwindet spurlos)

1791

Obrigkeiten

Pfarrer: Johann Gottfried Wex

Schultheiß: Joh. Enders

Lehrer: Philipp Ferdinand Sauer / Joch

Ereignisse

  • Der Schullehrer Joch hat "das Schulhaus samt 5 Morgen Schulgut frei zu benutzen und das Schulgut ist Zehnten frei".

1792

Obrigkeiten

Pfarrer: Johann Gottfried Wex; Johann Gottfried Kolb

Schultheiß Joh. Enders

Philipp Ferdinand Sauer

Allgemeine Ereignisse

  • Beginn der Revolutionskriege.
  • Als sich die französischen Revolutionstruppen anschicken, den Rhein als Frankreichs Grenze in Besitz zu nehmen, stellen sich ihnen 1792 Österreicher und Preußen entgegen.
Quelle: Wehen und sein Grund, Dr. Eduard Wilhelmi, 1957

Am 02. Juli passieren Teile der 5. preußischen Marschkolonne unserer Region dem Rhein entgegen. Ihr folgt einige Tage später die 4. Kolonne, die in unserer Region einquartiert wird. Von da ab reißen die Durchmärsche der Preußen bis zum 21. Juli nicht mehr ab.

Quelle: Wehen und sein Grund, Dr. Eduard Wilhelmi, 1953
  • Die Preußen, die ohne Grund nach der gewonnenen Schlacht bei Valmy den Rückzug angetreten haben überlassen den nachfolgenden französischen Heeren den deutschen Boden. Viele Mainzer fliehen vor den herannahenden Franzosen in unsere Region. Auch viele Wiesbadener fliehen in die Taunushöhen.
Quelle: Wehen und sein Grund, Dr. Eduard Wilhelmi, 1953
  • Nachdem die Franzosen den Rhein überschritten haben ist es der französische Befehlshaber und Oberst Houchard, der den Taunus mit seinen Truppen durchstreift und überall brandschatzt.
Quelle: Wehen und sein Grund, Dr. Eduard Wilhelmi, 1953
  • Im Dezember gelingt es den Preußen, die Franzosen wieder über den Rhein zurückzudrängen. Unsere Region wird zur Operationsbasis der Preußen. Häuser und Scheunen liegen voll Krieger, in manchen Scheunen bis zu 50 Mann.
Quelle: Wehen und sein Grund, Dr. Eduard Wilhelmi, 1953

Ereignisse

  • Nach dem Tod des Pfarrers Johann Gottfried Wex, wird Johann Gottfried Kolb aus Neuweilnau neuer Pfarrer in StM. Die Kinder von Wex beantragen die befristete Überlassung der Besoldung ihres Vaters.
  • Unter Pfarrer Wex, der als Wittwer in fortgeschrittenen Alter die Pfarrstelle versah, war das Verhältnis auf "gegenseitige Duldsamkeit eingestellt".
Quelle: Alte Strinzer Chronik, Teil 1, Seite 129

1793

Obrigkeiten

Pfarrer: Johann Gottfried Kolb / Lehrer: Philipp Ferdinand Sauer

Allgemeine Ereignisse

  • Zu Beginn des Jahres liegen die Preußen noch in Ihren Stellungen hier im Taunus. Die Bauern müssen Fronfahrten nach Limburg machen. Dort müssen sie Nachschub für die hier liegenden Truppen holen.
Quelle: Wehen und sein Grund, Dr. Eduard Wilhelmi, 1953
  • Am 27. Februar beschießen die Franzosen Biebrich, was wieder zu Flüchtlingsströmen in die Taunushöhen führt.
Quelle: Wehen und sein Grund, Dr. Eduard Wilhelmi, 1953
  • In der zweiten Jahreshälfte ziehen sich die Preußen aus unserer Region zurück. Von da an sind für ein Jahr lang keine Auswirkungen der Revolutionskriege in unserer Region zu verspüren.
Quelle: Wehen und sein Grund, Dr. Eduard Wilhelmi, 1953

1794

Obrigkeiten

Pfarrer: Johann Gottfried Kolb

Lehrer: Philipp Ferdinand Sauer

Ereignisse

  • Während des harten Winters von 1794/95 (das Wasser fror in den Brunnen), liegen die Kürassiere vom kurfürstlich-sächsischen Reichskontingent in Strinz.
Quelle: Alte Strinzer Chronik, Teil 1, Seite 125

1795

Obrigkeiten

Pfarrer: Johann Gottfried Kolb

Lehrer: Philipp Ferdinand Sauer

Allgemeine Ereignisse

  • Im Sommer kommen die Franzosen erneut unter Ihrem General Jourdan ins Nassauer Land. Es gibt keinen Ort ohne französische Besatzung. Im Oktober, nach dem Sieg der Österreicher ziehen die Franzosen schnell wieder ab. Die nachsetzenden Österreicher nehmen den Taunus in Ihren Besitz.
Quelle: Wehen und sein Grund, Dr. Eduard Wilhelmi, 1953

1796

Obrigkeiten

Pfarrer: Johann Gottfried Kolb

Lehrer: Philipp Ferdinand Sauer

Allgemeine Ereignisse

  • Im September passiert ein Teil der französischen Maar- und Sambrearmee unter Führung von Jean-Baptiste Jourdan - auf dem Rückzug aus Franken - plündernd die hiesige Gegend.
Quelle: Alte Strinzer Chronik, Teil 1, Seite 126
  • Die Einwohnerschaft flüchtet mit Vieh und Habe in das benachbarte hessische Gebiet, das durch den Baseler Separatfrieden neutral geworden ist.
Quelle: Alte Strinzer Chronik, Teil 1, Seite 126
  • Bis September ist unsere Region wieder von Franzosen besetzt, die dann wieder über den Rhein zurückgetrieben werden können.
Quelle: Wehen und sein Grund, Dr. Eduard Wilhelmi, 1953

1797

Bekannte Namensform

Strenz Margaret

Allgemeine Ereignisse

  • Der inzwischen besiegte General Jourdan wird durch den französischen General Hoche ersetzt, der kurz vor dem endgültigen Frieden 1797 noch einmal durch den Taunus streift. Hierbei kommt es in unserer Region zu Kämpfen zwischen Österreichern und Franzosen, die die Franzosen gewinnen. Daraufhin besetzen die Franzosen wieder unser Gebiet. Die Bewohner werden zu Schanzarbeiten bei Mainz gezwungen. Hierzu wurden viele Bäume gefällt, unsere Wälder wurden stark gelichtet.
Quelle: Wehen und sein Grund, Dr. Eduard Wilhelmi, 1953
  • Mit dem Frieden von Campo Formio wird der Rheinstrom Frankreichs Grenze. Die Franzosen ziehen sich aus dem Taunus zurück.
Quelle: Wehen und sein Grund, Dr. Eduard Wilhelmi, 1953

1798

Obrigkeiten

Pfarrer: Johann Gottfried Kolb

Lehrer: Philipp Ferdinand Sauer

Allgemeine Ereignisse

  • Bürger unserer Region werden immer noch zu Schanzarbeiten nach Mainz abgeführt. Außerdem müssen weiterhin Schanzholz und Lebensmittel geliefert werden. Fast von allen Lebensmitteln entblößt, müssen die Taunusbewohner im Winter 1797/98 für die Franzosen arbeiten und hungern.
Quelle: Wehen und sein Grund, Dr. Eduard Wilhelmi, 1953

1799

Obliegenheiten

Pfarrer: Johann Gottfried Kolb

Lehrer: Philipp Ferdinand Sauer

Allgemeine Ereignisse

  • Ende der französischen Revolution
  • In 1799 werden die Bewohner immer noch zu Frondearbeiten für die Franzosen in Anspruch genommen. Die Bewohner haben kaum Zeit, um Ihre Felder zu bestellen. Wer nicht in Mainz arbeiten muss, der muss mit Pferd und Wagen Holz abfahren. Das Holz für die Bevölkerung wird so rar, dass es kaum noch Brennholz zu kaufen gibt. Die Folge ist eine sprunghafte Preissteigerung auf dem Holzmarkt, sodass viele das Geld für Brennholz nicht mehr haben. Sie sehen sich gezwungen, mit Leseholz und Reisern, die massenhaft den Waldboden bedecken, vorlieb zu nehmen.
Quelle: Wehen und sein Grund, Dr. Eduard Wilhelmi, 1953